Das Jahr der Rosen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

der Verfall einer männlichen Psyche

 

Der perfekte Mord ist möglich. Ein legaler Mord, ist der psychische Mord.

 

>LESEPROBE<

 

ein authentischer Roman über Liebe, Hass und Rache - von Bernhard Ganter -

nach dem Hardcover, jetzt auch als Taschenbuch: € 9.95 - 260 Seiten - ISBN 3-938882-24-7  *  978-3-938882-24-erhältlich  u.a. bei www.amazon.de

auch als e-book by Amazon Kindle Edition (€ 6.50)

 

2013 "Das Jahr der Rosen" wurde für das Theater bearbeitet. Eine Produktion der "Lichtbühne München" www.lichtbühne.de, Schauspieler Guido Verstegen, Regie Max Sachsse, Technik/Musik Franz Acs. Aufführungen bisher in folgenden Theatern: Rationaltheater München, Theater Pasinger Fabrik München, Theater Einstein Kultur München,  Theater Provisorium München, Kulturwerkstatt am Schweizerberg/ Memmingen

 

Presse/ Theaterkritik zum Stück klick hier

          

 

Pressestimmen (Auswahl/ teilweise gekürzt) siehe auch Leserbriefe

nach dem erfolgreichen Hardcover, nun neu als Taschenbuch erschienen im Lerato Verlag

ISBN 3-938882-24-7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GOLF aktuell  März 2007 von Fred König (Chefredakteur)

 

 

Rena Larf liest aus "Das Jahr der Rosen" hamburger_literatur__radio 

 

 

 

 

 

 

 

Seele im Koma - In diesem packenden Roman schildert Autor Bernhard Ganter ("Das Duell", "Herzlos") die authentische Geschichte eines harmoniesüchtigen Mannes, dessen Frau vergewaltigt wurde - und der nun, völlig hilflos, in einem desaströsen, selbstzerstörerischen Seelenverfall immer tiefer in eine auswegslose Krise stürzt. Ein mitreißendes Psychogramm nach einem authentischen Fall, schnörkellos und ohne Klischees.                                                                                                 Fred König

Samstagsblatt  27. Januar 2007, von Gery Feind

Das Jahr der Rosen – Schnörkellos und mitreißend zugleich.             Es zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk. Die Helden, oder besser gesagt: Die Protagonisten der Erzählungen aus der Feder von Bernhard Ganter sind keine strahlenden Super- oder Saubermänner, aber auch keine tollpatschigen Anti-Helden. Wenn Ganter eine Figur ersinnt, dann ist sie meist ein ganz „normaler" Typ, der unversehens von der grausamen Realität einer zynischen Welt eingeholt wird. Florian Becker ist so ein Typ. In Ganters herausragendem Roman „Das Jahr der Rosen" könnte der kleinkarierte Angestellte ewig vor sich hin leben. Doch die Nachricht von der Vergewaltigung seiner Frau Miriam wirft den durchschnittlichen Ehemann von einem Augenblick zum nächsten völlig aus der Bahn. Aus der Fiktion einer ganz „normalen" Zukunft wird der momentane Alptraum aus Selbstmitleid und Selbstjustiz - Becker fasst den Plan, sich an dem Vergewaltiger zu rächen und zerbricht schließlich an seiner inneren Zerrissenheit. Ganters Helden waren noch nie strahlende Sieger. Mit seiner gewohnt schnörkellosen Sprache und den penibel recherchierten Hintergründen ist Ganter mit „Das Jahr der Rosen" ein mitreißendes Buch ohne Brüche und zugleich eine tiefsinnige Charakterstudie gelungen.                                                                                                                  Gery Feind Freisinger Tagblatt/ Münchner Merkur  25. Januar 2007                               von Kathrin Stemberger

Die Chronik eines Seelenverfalls - Ganter-Roman ist als Taschenbuch erschienen

Wie es ist, wenn das Leben eines Mannes, für den die heile Welt immer das Wichtigste war, ohne Vorwarnung aus den Fugen gerät und er den eigenen Niedergang nicht aufhalten kann, haben be­reits unzählige Leser in Bern­hard Ganters Roman „Das Jahr der Rosen" erlebt. Nun ist der Bestseller im Lerato Verlag als Taschenbuch erschienen. Unverblümt erzählt Ganter in seinem Werk die authentische Geschichte von Florian Becker, einem peniblen, kleinkarierten Angestellten, der von der Vergewaltigung seiner Frau erfährt und - anstatt für sie dazu sein - in Selbstmitleid versinkt. Aus seinem Schmerz und der Leere, die ihn umgibt heraus, beschließt er, den Weg der Selbstjustiz einzuschlagen. Doch je mehr er sich der Rache hingibt, desto selbstzerstörerischer wird Florian und desto weiter geht es für ihn bergab -in die Abgründe seiner abgestumpften Seele. Ganter gelingt es in seiner Chronik eines Seelenverfalls die Leser in den Bann zu ziehen und von der ersten bis zu letzten Seite tief zu berühren. Zudem liefert er auch gleich die Erklärung, warum ein Mensch auf die Idee kommen kann, eine Vergewaltigung selbst zu rächen, statt sich auf die Justiz zu verlassen. Der Autor leitet jedes Kapitel mit kurzen Auszügen aus erschreckenden Urteilsbegründungen aus Vergewaltigungsprozessen ein. So erfährt der Leser, dass vieles gegen das Opfer verwendet werden kann - sogar die Tatsache, dass es vor Gericht nicht geweint hat. Im Gegenzug kann sogar eine „lustige Atmosphäre" auf dem Fest vor der Tat für den Täter strafmildernd wirken. Jetzt auch Handtaschen und S-Bahn kompatibel. Den Roman "Das Jahr der Rosen" gibt es nun auch als Taschenbuch.                                                                                                                                Kathrin Stemberger

FORUM Kultur, Chefredakteur Bernd Wagner

Neue Dimension eines Kassenschlagers

Dornig  ist der Weg nicht gerade, den Bernhard Ganter mit seinem großen Erfolg "Das Jahr der Rosen" geht. So schwer verdaulich der Inhalt des Buches ist- eine Vergewaltigung aus subjektiver Sicht des betroffenen Ehemanns -, so groß ist die Nachfrage nach dem Thriller. Jetzt wurde "Das Jahr der Rosen" neu Aufgelegt. Als Taschenbuch im Lerato-Verlag.

Bernd Wagner (Chefredakteur)

                                                                                             

Bernhard Ganter ist einer der außergewöhnlichsten Autoren. Jemand, der gerne brisante Themen aufgreift und aus diesem Material spannende Bücher schreibt. Sein neuestes Buch: „Das Jahr der Rosen“, beschreibt eine Vergewaltigung aus der Sicht des Ehemannes. Nicht die Leiden der Frau,  wie schon in zahlreichen anderen Büchern beschrieben, sondern wie der Mann damit umgeht, steht im Zentrum dieses grandiosen Romans. Martin Schönleben -  mehr www.isarbote.de

 Schwabing, wie es einmal war: in den Redaktionsräumen von ISARBOTE  lebt der alte (und doch so zeitlose) Geist wieder auf. Meint nicht nur Schriftsteller Bernhard Ganter, der dort eine begeistert aufgenommene Lesung (die zahlreiche Zuhörerschaft sprengten beinahe das Raumvolumen der Redaktionsräume des Isarboten) aus seinem jetzt auch im Lerato Verlag als Taschenbuch erschienenem Werk „Das Jahr der Rosen“ abhielt.
Richard Wagner von Rosenspur lieferte dazu die erlesenen Weine, Kult-, Leib-, Magen-
und Seelenbäcker Martin Schönleben kreierte extra ein Rosengebäck, Rosen auch für Andrea und Peter Pollak von Bernhard Ganter. Auch Sängerin Bibi Johns und der bekannte Zauberer und Ex-Leiter des Sachgebietes Spielwesen beim Bayrischen Landeskriminalamt und der einzige öffentlich bestellte und beeidigte Sachverständige für Falschspiel und unerlaubtes Glücksspiel Peps Zoller fühlten sich sofort heimisch, Society- Karikaturist Franz Eder (Play Boy, Penthouse, Focus, SZ) war begeistert – und schenkte bzw. zeichnete eine Rose für das Gästebuch. So wie auch Bibi Johns,  längst schon freiwilliges und freudiges Opfer seiner inspirierten Feder geworden ist.
Als Bernhard Ganter aus seinem Buch zu Lesen begann, zeigte sich schnell, welch einfühlsamer und wortgewandter Schriftsteller er ist. Sofort waren die Zuhörer in den Bann gezogen von dem Thema, das ein schwieriges ist, aber von Bernhard Ganter kongenial in Szene gesetzt wurde. Ein Mann versucht, die Vergewaltigung seiner Frau zu rächen. Seine Obsession mit der Untat zerstört aber nach und nach mehr als nur den Täter. Übrigens, Bernhard Ganter wurde in der
TZ- Serie, anlässlich der Zeitdokumentation „Jahrtausendwende 2000 - hundert Jahre, hundert Münchner Köpfe" (von 1900 – 2000),   mit einem ganzseitigen Schriftstellerporträt, als wichtiger Literat seiner Zeit gewürdigt.       Andrea Pollak (Netzzeitung www.isarbote.de)

.. der Autor beweist mit seiner grandiosen und eindrucksvollen Sprache, wir alle sind nicht nur konservativ in unseren Gedanken, wir sind auch nicht bereit zu verzeihen. Das ist der Ausdruck von Bernhard Ganters Geschichte. Ein Buch für Frauen, wie die bekannte Sängerin Bibi Johns es ausdrückte. Fazit: Bernhard Ganters Sprache presst das Herz zusammen. Den Autor kennen gelernt zu haben war für mich ein Erlebnis.                       Horlwelt Josephine Literatur  to day Amsterdam (Übersetzung  A. Verdook)

Lieber Bernhard Ganter, ich danke dir für dein Buch "Das Jahr der Rosen" sooooo viel für deine großartige Arbeit und deinem tiefen Verstehen. Genieße deine große Begabung. Ich freue mich, wenn dein Roman in meinem Land erscheint.                     

                                                          Xianguo Zhong (Literaturagentin Shanghai/China)

Ich habe Ihren Roman "Das Jahr der Rosen" gelesen. Die Figuren sind so hautnah beschrieben, als ob man mit ihnen zusammen atmet. Ich bin stolz, so einen großen Schriftsteller kennen gelernt zu haben.

                                                                                     Jun Yang (Ihr chinesischer Fan)                                                                                                                                    

. Gerade bin ich auf der Hälfte Ihres Buches „Das Jahr der Rosen“. Ich bin so begeistert, wie Sie mit der Sprache umgehen und damit bewegende Bilder malen. Ein schonungsloses Porträt eines verletzbaren, verzweifelten Mannes, dessen heile Welt plötzlich in Scherben liegt und ihm seine Geborgenheit entzieht. Ein Buch für Frauen! Wer sagt uns denn sonst so offen und ehrlich, wie es tief in der Seele der Männer aussieht. So wie ich Ihre Art zu schreiben kenne, kommt sicher am Schluss eine Überraschung, vielleicht auch eine böse...

Bibi Johns (Sängerin/Schauspielerin/Malerin)

Süddeutsche Zeitung Feuilleton von Nicole Graner

Einsamkeit und Leiden schließen die Seele auf. Der Schmerz, der nicht durch äußere körperliche Einflüsse hervorgerufen wird, beruht auf Eigeninitiative, auf einer Verletzbarkeit der Seele, die jahrzehntelang bestehen kann. So ein Schmerz ist Gift, zumal er abhängig ist von Umgebungsreizen. Ein kleiner „Nadelstich", eine Gefühlsänderung legt die Seele ins Koma. Florian Becker befindet sich in einem solchen Koma. Die Hauptfigur, ein penibler, kleinkarierter und sich im ewigem Glück wähnender Angestellter, wird im neuen Roman „Das Jahr der Rosen" von Bernhard Ganter aus der Bahn geworfen. Aus heiterem Himmel. Ohne Vorwarnung, die ihm die Chance für eine Umstrukturierung seines Lebens gelassen hätte. Er erfährt von der Vergewaltigung seiner Frau, versinkt in Selbstmitleid und entscheidet sich dann für den Weg der Selbstjustiz. Der Schmerz hat ihn in seiner vollen Härte umfasst, lässt ihn nicht mehr los, formt ihn um zu einem anderem Menschen - ohne Gefühl, selbstverliebt in sein Leid, pathologisch.                                                   Chronik eines Todes: Viele Klischees auf einmal, denkt man, doch Bernhard Ganter gelingt es in einer schnörkellosen Sprache, die Chronik eines Seelenverfalls nachzuzeichnen, der berührt und den Leser in einen Fragenkomplex verstrickt. Berechtigt Seelenschmerz dazu, zum Mörder zu werden? Wie viel Leid erträgt ein Mensch? Isoliert Schmerz? Ganter verzichtet wohlweislich auf die Beurteilung einer Vergewaltigung aus männlicher Sicht. Lediglich Auszüge aus Urteilsbegründungen von Prozessakten stellt er seinen Kapiteln voran. Er vertieft sich ausschließlich in das Psychogramm des Florian Becker. Genau hat Ganter recherchiert, seiner eigenen Spezies Mann ins Herz geschaut - und berührt einen wunden (typisch männlichen?) Punkt. Denn Schmerz wird zu einem übertragbaren Parasit. Der Schmerz, der einst seiner Frau Miriam zugefügt wurde, ist der Schmerz von Florian Becker. Er wird zur Schutzbehauptung, für seine Unfähigkeit zu lieben. „Nur selten überkam ihn das Verlangen, sich mit Miriam aussprechen zu wollen. Meist nur dann, wenn sein Mitleid ihm gegenüber am größten war, wenn er wieder einmal 'arme Miriam' dachte und er sie tollpatschig bedrängte." Schmerz isoliert, muss isolieren, wenn man verlernt hat, das Gegenüber in seiner Verletzbarkeit wahrzunehmen. Die logische Konsequenz: Vereinsamung. Am Ende des Romans ist Florian Becker allein, verloren und ohne Liebe, nach der er sich tief in seinem Herzen sehnt. Ganter ist ein mitreißendes Buch ohne Brüche gelungen, das Klischees umwandelt in Gefühl - nicht für Florian Becker, aber für den Menschen an sich, der nie aufhören wird, Harmonie zu suchen Und sie im gleichen Atemzug zu zerstören.          Süddeutsche Zeitung/ Nicole Graner

... Zerfall der heilen Welt ... Bernhard Ganters neuer Roman „Das Jahr der Rosen“. Der Erfolgsautor hat nach dem Organspende –Thriller „Herzlos“ diesmal weniger auf Action, mehr auf Psychologie gesetzt. Doch wieder geht es um Verbrechen: Ein Mann versucht, die Vergewaltigung seiner Frau zu rächen. Seine Obsession mit der Untat zerstört aber nach und nach mehr als nur den Täter. Für den Leser ist es nicht immer einfach, mit Florian zu fühlen – und doch kann man sich seiner Geschichte nicht entziehen, folgt gebannt seinem Abstieg. Wie der brave Buchhalter immer mehr verfällt, sich immer weiter von seiner Frau und der Realität entfernt und am Ende gar einen Mord begeht, ohne zu morden, schildert Ganter in seinem Roman  mit unheimlicher Schlüssigkeit.

   Münchner Merkur/ Freisinger Tagblatt – Daniela Seulen

 

... Bernhard Ganter haucht in seinem Roman „Das Jahr der Rosen“ den Figuren ein nahezu hautnahes Leben ein, und kommt dabei dem Getriebenen so nahe,  dass der Leser befürchtet, die Gefahren, die der Existenz des Romanhelden drohen, die des Autors selbst sind. Das Psychogramm der schleichenden Veränderung eines Menschen wird so profund und eindringlich dargestellt, dass der Leser Mühe hat, sich aus der Gedankenwelt solcher Selbstzerstörungen fern zu halten. Ganter hat die Gabe, wie er in seinen vielen Geschichten zeigt, unter einer scheinbar unberührten Oberfläche, das Chaos sichtbar werden zu lassen.
Ebersberger SZ/ Wolfram Müller
 
 

 

... Ein ergreifender Roman. Mit kraftvoller sprachlicher Vitalität lässt der Autor den Leser tief in den Abgrund einer bizarren Seele blicken.

Journal/ Angelika Marth-Bleth

 

... Florians Frau wird vergewaltigt. Ein Verbrechen, mit dem der Protagonist nicht fertig wird. Er versucht zu töten,  ohne einen Mord zu begehen. Ganter setzt sich in seinem neuen Roman eindrucksvoll mit dem Leben nach einer Vergewaltigung auseinander – aus der Sicht eines betroffenen Mannes.

Samstagsblatt/ Klaus Hackl

 

... Schreiben gegen den Wind. Bernhard Ganters neuer Roman „Das Jahr der Rosen“ fällt mit seiner bewegenden, einfühlsamen und  großartigen Sprache aus dem Raster vieler Normal-Schreibenden. Er überzeugt durch literarisches Können.

Kulturradio Lora/ Bettina Rumpler

 

... Bernhard Ganter las aus seinem neuen Roman mit dem Titel Das Jahr der Rosen. Dabei handelt es sich bei Leibe nicht um eine botanische Zeitaufnahme, sondern vielmehr um einen Psychothriller, der von der Vergewaltigung einer jungen Frau und den immensen Problemen des Ehemanns mir diesem tragischen Ereignis hat. Ganters emotionale Weise, aus dem Buch zu lesen, stellte diese Problematik eindringlich und anschaulich dar.                                                                                                                             Forum/ Bernd Wagner

 

 ... „Das Jahr der Rosen“ stellt sich schnell als detailgetreue Milieu-Studie dar. Wortgewandt und bildhaft beschreibt Ganter den Charakter eines  Verzweifelten, der das Schicksal seiner Frau zum Anlass nimmt, mit dem Vergewaltiger, aber auch mit sich und der Welt abzurechnen. Ein spannender Roman, der sich im Laufe des Geschehens immer mehr zuspitzt.

Süddeutsche Zeitung/ Freising/  Alexander Fischer

 

... Viele waren der Einladung zur Buchvorstellung  des neuen Romans von Bernhard Ganter gefolgt, hauptsächlich Frauen, die sich einen Einblick in die Seele eines Mannes erhofften. Im Jahr der Rosen wird ein Schicksal aufgerollt, das zwangsläufig im Desaster enden muss. Der Leser wird nicht geschont. Einmal kommen die Sätze  ganz sanft, dann wieder derb daher. Ganter reißt seinem tragischen Protagonisten  schonungslos die Maske herunter. Das Jahr der Rosen begleitet den Leser Schritt für Schritt in den Wahnsinn. Nach der Lesung gab es viel Applaus, und die Bücher gingen weg wie warme Brötchen.

Münchner Merkur/ Freisinger Tagblatt/ Susanne Zottmann

„Wie eine Mistel in fremdem Holz" von Erich Gruber                                                                                                 Ganter las aus seinem Roman „Das Jahr der Rosen"

„Anecken will ich mit der Geschichte, Fragen stellen, die jeder selbst beantworten muss." So stellte der Autor selbst seine Absicht dar. Zu Beginn gab es etwas zum Nachdenken: 'ein Marionettenspiel, vorgeführt von der Frau des Autors mit einem Text von Bernhard Ganter. Es zeigte das Dämonische im Menschen: „Ich bin das Tier, die Bestie in euch drin!" Und: „Ihr denkt, ich wär ein böser Geist, der euch des Lebens Wunden reißt", aber: „Geisterwelt nur Menschensicht."                                                Und dieses Dämonische im Menschen dreht steh auch der Roman „Das Jahr der Rosen", in dem die Hauptgestalt Florian Becker, ein großer Pflanzen- und besonders Rosenfreund, immer tiefer sinkt, weil er die Vergewaltigung seiner Frau nicht verkraften kann und auf Rache sinnt, die in der Vernichtung des Täters bestehen soll, schließlich aber in der eigenen psychischen Vernichtung endet. Der Stoff des Romans beruhe auf einer wahren Begebenheit, so der Autor; die Hauptfigur entspreche in wesentlichen Zügen einem Insassen einer psychiatrischen Klinik, mit der er selbst gesprochen habe. An dem Desaster des Mannes der vergewaltigten Frau sei, so der Autor, die Justiz nicht ganz unschuldig, wie er anhand von Zitaten aus Statements der Richter in Urteilsbegründungen bei Sexualverbrechen versuchte darzustellen: „Von einem Opfer kann erwartet werden, dass es vor Gericht Leidensfähigkeit zeigt." Oder über einen Täter: „Eine Lehre hat er nicht gemacht; das liegt zwar an ihm, aber man muss berücksichtigen, dass er keinen Beruf hat." Protagonist Florian Becker bringt es nicht fertig, das Geschehen zu überwinden. Seine Frau sei ihm „enteignet" worden vom Täter Alex Steiner: „Ich konnte sie nicht mehr berühren", lässt ihn Bernhard Ganter sagen. Becker schafft es auch nicht, den Täter zu töten, was er ursprünglich wollte, sondern entschließt sich, ihn psychisch zu vernichten, und wirft dabei alle „Grundsätze seines bisherigen Lebens über Bord". Um dies zu verwirklichen, versuchter das Vertrauen und sogar die Freundschaft von Alex Steiner zu gewinnen: „Wie eine Mistel in fremdem Holz werde ich ihn aussaugen." Dabei merkt er nicht, dass er alles verliert: seine Frau, sein Haus, seinen Beruf, und seine eigene Persönlichkeit. Die Frau ist im Roman nur Randfigur, so der Autor selbst in der Diskussion; denn „ein Buch über Frauen kann nur eine Frau schreiben." Es gehe ihm darum zu zeigen, wie der Charakter des Mannes dem des Täters am Ende immer ähnlicher wird. Für den Stoff habe er wie meist mehrere Jahre recherchiert, und er habe auch aus etwa 300 oft „hanebüchenen" Statements von Richtern in solchen Prozessen die auffallendsten ausgewählt und bei jedem Kapitel eines vorangestellt. Manches bei den Romanfiguren habe er übersteigert, aber er wolle dadurch provozieren. Und er meinte auch, da ja in solchen Fällen oft nach härtesten Strafen gerufen werde; „Man kann gegen die Todesstrafe sein, aber es ist schwieriger, wenn man selbst betroffen ist." Am Rande der Lesung wies Bernd Duschner, Vorsitzender des Vereines „Freundschaft mit Valjevo" auf die Spendenaktion hin, die der Verein für einen irakischen Buben veranstaltet. Der Junge ist nach einer Schussverletzung querschnittsgelähmt und soll im Klinikum Ingolstadt operiert weisen. Schon jetzt sei ein erheblicher Teil der Kosten aufgebracht. Auch Konstantin Wecker habe diese Aktion auf seine Homepage aufgenommen. Zudem spendete Bernhard Ganter sein Autorenhonorar aus dem Verkauf seiner Bücher an dem Abend.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Donau Kurier/ Erich Gruber

Kritiker schätzen die Sprache, mit der Bernhard Ganter bewegende Bilder malt, einen Einblick  in die düsteren Tiefen der menschlichen Seele gibt.                                                      Rundschau/ Kunst&Kultur - Carsten Clever-Rott (Chefredakteur)

Dämonen essen Seele auf  - Bernhard Ganter liest aus seinem Buch „Jahr der Rosen"

Was macht man als Mann, wenn die eigene Frau vergewaltigt wird? "Wenn man Harry Calahan, alias Clint Eastwood, oder Paul Kersey alias Charles Bronson, heißt, dann wird man eine Waffe zücken und Selbstjustiz üben. Wenn man nun aber ein kleiner, kaufmännischer Angestellter ist und kein Hollywood-Action-Held, wie verhält man sich dann? Dieser Frage ist der Schriftsteller Bernhard Ganter in seinem Roman „Das Jahr der Rosen" nachgegangen, aus dem er am Donnerstag in der Garchinger Stadtbücherei las. „Der Mensch war es doch, der den Dämon erschaffen! ...Ich bin ihr und ihr seid ich!", ruft eingangs ein Dämon den Zuhörern zu. Es ist eine Marionette, der von Ganters Frau Henriette, die Marionetten baut, Leben eingehaucht wird. Von Dämonen wird auch Florian .Becker, der Protagonist in „Das Jahr der Rosen" geplagt. Seine Frau Miriam ist vergewaltigt worden, er kann nur noch an Rache denken. „Ich muss ihn totmachen", murmelt er vor sich hin. Doch Becker ist kein Action-Held wie Clint Eastwood oder Charles Bronson, die in ihren Filmen „Dirty Harry" und „Ei». Mahn sieht rot" Selbstjustiz zelebrieren. Becker ist ein kaufmännischer Angestellter im kleinen Wasserburg^ dessen heile Welt plötzlich .zerbricht. „Aus heiterem Himmel war das Unglück über ihn gekommen." In seinem Hass entfernt sich Becker immer weiter von seiner Frau. Er versinkt in Selbstmitleid und ist unfähig, dem eigentlichen Opfer, Miriam, zu helfen. Der Rosenzüchter Becker beschließt, die Freundschaft des vermeintlichen Vergewaltigers zu erlangen, um so seiner Rache näher zu kommen. Durch seinen fanatischen Hass richtet sich Becker aber letztendlich selber zu Grunde und verliert alles, inklusive Miriam. Seine Dämonen haben ihn besiegt. Die Zuhörer in der Garchinger Bücherei sind sichtlich beeindruckt von der unbequemen Geschichte, die Ganter energisch vorträgt. „Es war mir wichtig, in meinem Buch einen Seelenverfall nachzuzeichnen, zu zeigen, wie sich ein Mann durch Hass und Rache selbst zerstört."                                                                                                                                                    Tom Webel/ Süddeutsche Zeitung