Die letzte Reise (Klappentext)

erschienen am 15. Dez. 2014 bei  ISBN 978-3-95452-661-1

neu: jetzt auch als e-book

Kontakt: gerne beantwortet der Autor Ihre Anfragen unter b.ganter@online.de Aktuelles auf  facebook

                                           

PRESSESTIMMEN                                                                     Leserstimmen zum Buch klick hier

Leserstimme zum Erzählband „Die letzte Reise"

von Alexander Vey

Deine Erzählungen habe ich mit größtem Vergnügen früh im Sommer und inzwischen ein zweites Mal gelesen. Gleich die ersten - Die letzte Reise, Streptokokken, Der Menschenhund - gingen mir richtig unter die Haut, so düster und endzeitlich wirkten sie auf mich. Aber zugleich schlugen sie mich mit ihren unerwarteten Wendungen und Finalen in ihren Bann. So war ich immer gespannt, mit welchen Überraschungen die jeweils nächste Geschichte aufwarten würde, und las den ganzen Band, als wäre es ein Roman, in einem Zug durch. Wenn das Vorwort noch mit den Worten "Hoffnung auf die Zukunft" endet, so habe ich diese Hoffnung in all der finsteren Ausweglosigkeit, welche die handelnden Personen in deinen Erzählungen umgibt, nur schwer wiedergefunden. Bei genauerem Nachdenken ist das aber nicht verwunderlich: Wie sollte jemand Hoffnung erzählerisch vermitteln, ohne kitschig zu werden und auf eine heile Welt zu verweisen - heidschi bumbeidschi bumm bumm?

Meine Lieblingserzählung habe ich zunächst nicht als solche wahrgenommen, sie ist mir so richtig erst beim zweiten Durchlesen des Bandes aufgefallen. Es ist "Der Mann im Mond". Auch hier scheitert eine Hoffnung, nämlich die auf Anerkennung, aber der Protagonist Eemeli Osbjörn findet einen Ausweg und bewahrt am Ende seine Selbstachtung. Wie du das erzählst, ist einfach köstlich. Der Mond als Spekulationsobjekt, die Absurdität des Literaturbetriebs, Alter und Vergänglichkeit. Das alles und mehr verwebst du in ein wunderbar ausbalanciertes und pointiertes Drama. Und der Schalk, der dir bei allen Erzählungen im Nacken sitzt: Ein Tonband nach fünf Jahren vom Mond aus die Welt in Aufregung versetzen zu lassen, während der Verursacher schon an Alzheimer erkrankt in einem Sanatorium vor sich hinsiecht - das ist nicht zu überbietender Humor der allerschwärzesten Art. Vordergründig - und das mag deine primäre und autobiographische Intention gewesen sein - geht es um die Mechanismen der Literaturvermarktung, aber für mich spielt die Geschichte auf einer allgemeineren Ebene. Hier führt ein Individuum einen Kampf um seine Überzeugungen, darum, im Lärm der Marktschreier gehört zu werden. In diesem Szenario kann sich jeder wiederfinden und gerade in Zeiten von sozialen Netzwerken, von Shitstorms und Dauerge-Twitter-e ist das aktueller denn je. Insofern macht "Der Mann im Mond" dann doch Hoffnung, dass es gelingen kann, gehört zu werden, wenn das nötige Maß an Ausdauer und Geschicklichkeit aufgebracht wird.

Mit dem wunderbaren "Mann im Mond" als würdigem Abschluss hat mir dein Buch rundum entspannte und genussvolle Stunden beschert und dafür an dieser Stelle nochmals mein herzlicher Dank. 

Liebe Grüße, Alexander Vey

 

 

Bernhard Ganter liest: Die letzte Reise Bernhard Ganter liest: Die letzte Reise Man begegnet dem Autor bereits auf dem Cover, eingeladen durch ein Kunst-Foto von Engelbert Jost zu einer Reise in dieses faszinierende Gesicht eines Menschen. Die hier versammelten letzten Reisen sind keine Spaziergänge, aber auch keine entsagungsvollen Totengräbergeschichten; vielmehr ist hier ein scharf durchdringender Verstand verbunden mit tiefer Sicht und Einsicht am Werk, der ungebrochen jung und revolutionär von vereinzeltem Scheitern zwar erzählt – nichtsdestotrotz aufrührerisch und unbeirrt Wahrheiten offenlegt, die vielleicht noch nicht einmal eingetreten sind, aber bereits drohend am Horizont heraufziehen. Im Grunde wird unser aller letzte Reise an skizziert, von der man noch nichts wissen kann. Doch ist dies eine Extrapolation meiner Erkenntnis, nicht aber der klassische und lakonische Erzählton dieser Hochspannungsliteratur. Erschienen im Spielberg Verlag                                                                      19.Sept. 2016  Literaturradio Bayern


Rezension: Susanna Bummel-Vohland  7.3.2015

Subjektiver Lesereindruck und FAZIT:
Bernhard Ganter ist einer der spannendsten Erzähler überhaupt in Deutschland. Brisant aktuell, niemals langweilig, in einer flüssig lesbaren literarischen Sprache mit münchnerischen Einsprengseln. Er sprudelt nur so über von ungewöhnlichen Ideen, bleibt dabei zutiefst menschlich, ohne aber auch die Abgründe auszusparen. Mich haben diese 12 Erzählungen wirklich fasziniert. Ganze Lesenächte vergingen wie im Flug. Mir kommt vor, als hätte ich niemals so viel Neues auf einen Schlag gelesen, aus Bereichen, in denen ich mich nie herumgetrieben hätte.
FAZIT: Unbedingt lesenswert!!! Ein Querdenker und doch phantasievoller Träumer mit seltsamem Konfliktlösungspotential und großer Empathie. Berührt hat mich die 3. Erzählung vom Menschenhund, intellektuell angeregt die Titelerzählung „Die letzte Reise“. Man glaubt nicht, was einen alleine in diesen beiden erwartet. Wer auf begrenzte Zeit und in begrenztem Raum einmal absolut aussteigen will aus seinem Alltagsleben, dem ist dieses schöne Buch bedingungslos zu empfehlen. 5 Sterne!

Kurzbeschreibung des Buches:
Man begegnet dem Autor bereits auf dem Cover, eingeladen durch ein Kunst-Foto von Engelbert Jost zu einer Reise in dieses faszinierende Gesicht eines Menschen. Die hier versammelten letzten Reisen sind keine Spaziergänge, aber auch keine entsagungsvollen Totengräbergeschichten; vielmehr ist hier ein scharf durchdringender Verstand verbunden mit tiefer Sicht und Einsicht am Werk, der ungebrochen jung und revolutionär von vereinzeltem Scheitern zwar erzählt – nichtsdestotrotz aufrührerisch und unbeirrt Wahrheiten offenlegt, die vielleicht noch nicht einmal eingetreten sind, aber bereits drohend am Horizont heraufziehen. Im Grunde wird unser aller letzte Reise an skizziert, von der man noch nichts wissen kann. Doch ist dies eine Extrapolation meiner Erkenntnis, nicht aber der klassische und lakonische Erzählton dieser Hochspannungsliteratur. „Was wäre, wenn…“ und schon sitzt man in der Achterbahn… nach Morgen.

* * *

Süddeutsche Zeitung/ München 02. Februar 2015

 

Süddeutsche Zeitung zu "Die letzte Reise" Interview 22.01.2015