Die letzte Reise (Klappentext)

erschienen am 15. Dez. 2014 bei  ISBN 978-3-95452-661-1

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Rezension: Susanna Bummel-Vohland (bei Literaturradio Bayern) 7.3.2015

Subjektiver Lesereindruck und FAZIT:
Bernhard Ganter ist einer der spannendsten Erzähler überhaupt in Deutschland. Brisant aktuell, niemals langweilig, in einer flüssig lesbaren literarischen Sprache mit münchnerischen Einsprengseln. Er sprudelt nur so über von ungewöhnlichen Ideen, bleibt dabei zutiefst menschlich, ohne aber auch die Abgründe auszusparen. Mich haben diese 12 Erzählungen wirklich fasziniert. Ganze Lesenächte vergingen wie im Flug. Mir kommt vor, als hätte ich niemals so viel Neues auf einen Schlag gelesen, aus Bereichen, in denen ich mich nie herumgetrieben hätte.
FAZIT: Unbedingt lesenswert!!! Ein Querdenker und doch phantasievoller Träumer mit seltsamem Konfliktlösungspotential und großer Empathie. Berührt hat mich die 3. Erzählung vom Menschenhund, intellektuell angeregt die Titelerzählung „Die letzte Reise“. Man glaubt nicht, was einen alleine in diesen beiden erwartet. Wer auf begrenzte Zeit und in begrenztem Raum einmal absolut aussteigen will aus seinem Alltagsleben, dem ist dieses schöne Buch bedingungslos zu empfehlen. 5 Sterne!

Kurzbeschreibung des Buches:
Man begegnet dem Autor bereits auf dem Cover, eingeladen durch ein Kunst-Foto von Engelbert Jost zu einer Reise in dieses faszinierende Gesicht eines Menschen. Die hier versammelten letzten Reisen sind keine Spaziergänge, aber auch keine entsagungsvollen Totengräbergeschichten; vielmehr ist hier ein scharf durchdringender Verstand verbunden mit tiefer Sicht und Einsicht am Werk, der ungebrochen jung und revolutionär von vereinzeltem Scheitern zwar erzählt – nichtsdestotrotz aufrührerisch und unbeirrt Wahrheiten offenlegt, die vielleicht noch nicht einmal eingetreten sind, aber bereits drohend am Horizont heraufziehen. Im Grunde wird unser aller letzte Reise an skizziert, von der man noch nichts wissen kann. Doch ist dies eine Extrapolation meiner Erkenntnis, nicht aber der klassische und lakonische Erzählton dieser Hochspannungsliteratur. „Was wäre, wenn…“ und schon sitzt man in der Achterbahn… nach Morgen.

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Süddeutsche Zeitung/ München 02. Februar 2015

 

Süddeutsche Zeitung zu "Die letzte Reise" Interview 22.01.2015